Dr. Manfred Lieser (NABU und Vogelwarte Radolfzell - 2007)
Das sogenannte Herzengelände im Westen von Radolfzell ist, abgesehen von den Naturschutzgebieten Mettnau, Radolfzeller Aachmündung und Bodenseeufer Markelfingen, das letzte Stück halbwegs naturnaher und extensiv genutzter Bodensee-Uferlandschaft auf Radolfzeller Gemarkung. Die NABU-Gruppe Radolfzell-Singen-Stockach, die u.a. die genannten NSG im Auftrag des Regierungspräsidiums Freiburg betreut, mißt diesem Areal besonders als Pufferzone zur Radolfzeller Aachmündung eine große Bedeutung bei. Dieses Schutzgebiet ist bereits durch Bebauung von Moos her, durch die Straße Radolfzell-Moos, durch Angel- und Bootsbetrieb sowie Müll stark belastet. Auch bietet das Herzenareal selbst durch seine Biotopvielfalt vielen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum. Lockere Bebauung mit Parkanlagen, Kleingärten, hochgrasige Wiesen mit verschilften Gräben, Busch- und Baumreihen, kleine Wäldchen und das Bodenseeufer mit Schilfsäumen lassen eine hohe Vielfalt vor allem der Vögel erwarten. Der Verfasser hat am 15. Mai und am 31. Mai 2007 jeweils in den frühen Morgenstunden das Gelände flächenhaft begangen und alle revieranzeigenden Vögel in Luftbildkarten eingetragen...
Sie können sich unter Brutvoegel_im_Herzengelaende_Radolfzell.pdf (310kB) über die Ergebnisse dieser Brutvogelkartierung informieren.